3D Animationen  /  19.01.2021

2 Gefahren für Clubhouse

MAXIMILIAN HARTMANN, GESCHÄFTSFÜHRER KREATION, CONTENT & STRATEGIE

Wer dieser Tage sein LinkedIn-Feed angeschaut hat und nicht über Clubhouse gestoßen ist, der muss ein verdammt kleines Netzwerk haben. Gefühlt alles spricht über die Hype-App, die das echte Gespräch und nur das allein in den Mittelpunkt stellt. Und das geht ab wie Luzi im Moment.

Doch ist Clubhouse gekommen um zu bleiben, oder doch nur ein willkommener Zeitvertreib für überbezahlte und dank Corona gelangweilte Marketing-Millenials? Ich bin grundsätzlich optimistisch, weil Clubhouse einfach einen echten USP hat im Vergleich zu anderen Plattformen, und ich einer guten Diskussion sowieso nicht aus dem Weg gehe.

Ich sehe aber auch zwei reale Gefahren:

Erstens: Ist das echte Gespräch am Ende doch zu „anstrengend“? Klar, jetzt rennt alles rein und spricht und lauscht allem und jedem. Doch könnte ich mir vorstellen, dass das natürliche Sender-Empfänger-Ungleichgewicht hier noch krasser sein dürfte als in anderen sozialen Medien, weil für viele die Hemmschwelle „live“ auf eventuell großer Bühne zu diskutieren vielleicht hoch sein dürfte. Wenn die Tage wieder länger werden, Themen tausendfach besprochen wurden und die der Welt aufgelegten Restriktionen wieder weichen sollten – kann das Format dann seinen Reiz bewahren?

Zweitens: Der Reiz der App liegt für mich in Ihrer Einfachheit. Kein Chat, keine Likes, keine Direktnachrichten, keine Bilder, keine Videos, keine Aufnahmefunktion oder Achievements. Auf alles das verzichtet Clubhouse bis dato konsequent und stellt das gesprochene Wort in den Mittelpunkt. Jetzt und hier – wer es nicht gehört hat, wird es auch nicht mehr hören. Das macht es intensiv, wenn man „mitreden“ möchte, und möglich, dass alle etwas „freier von der Leber“ quatschen können, weil es im Gegensatz zu anderen Äußerungen im Netz flüchtig ist.
Man kann nur hoffen, dass die Macher nicht der logischen Versuchung erliegen, die App mit Features und Funktionen anzureichern, die am Ende den Markenkern verwässern und in meinen Augen mehr schaden als nützen.

Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht – und solange wahlweise lauschen oder mitreden!

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